PorträtFamilie
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Lydia Hüskens
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Die erste Wahl



Wahlkampf 2002

Der „politische Nachwuchs“ von Lydia Hüskens

 

Politik kann kinderleicht sein. Die beiden Söhne von Lydia Hüskens machen es vor. Wenn die parlamentarische Geschäftsführerin der FDP-Fraktion von der Arbeit am Domplatz nach Hause kommt, wissen Jan (6 Jahre) und Lars (2 Jahre), was Mama gemacht hat. Ihre Zusammenfassung: „Sie kümmert sich um das Land.“ Das finden die Kleinen großartig. Als Klein-Lars bei der Landtagswahl Plakate mit dem Bild der Mutter an Bäumen und Pfählen entdeckte, jubelte er jedes Mal laut: „Mama, Mama“. „Er fand das toll, ich war oft für ihn präsent“, sagt Lydia Hüskens. Und für Jan stand sowieso fest, dass „Mama die Wahl gewinnt“.

 

Politisches Wissen bekommen die Steppkes aus erster Hand am Wohnzimmertisch zu hören. Als sich die FDP-Runde im Hüskens-Haus in der Rothenseer Straße traf, um Flugblätter vorzubereiten, blieb Sohne-Matz Jan auf dem Teppich. „Wir wechselten uns damit ab, mit ihm Legostein-Türme zu bauen“, sagt die FDP-Frau. Während die Politiker an Sätzen feilten, mit denen sie die Grundsätze der Wahl erklären wollten, entstanden auf dem Wohnzimmerteppich Türme und Figuren. Immer wieder verwarf die FDP-Runde Formulierungen, möglichst einfach wollten sie das Basiswissen aufschreiben. Der Erfolg kam postwendend. Als Mama Hüskens Jan Tage später aus dem Kindergarten abholen wollte, erklärte der gerade den Erzieherinnen das Wahlsystem. Ganz sicher war er besonders in einer Sache: „Mit der Erststimme kann man Mama wählen, mit der zweiten die FDP.“ Genauso sicher war der eifrige Zuhörer neulich auch bei seinem Berufswunsch: „Ich will OB über Magdeburg werden.“

 

Aus: Magdeburger Generalanzeiger vom 1.1.2003